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Golf: Die Greens Und Ihre Pflege

Golf: Die Greens und ihre Pflege

Golfer sind sehr wählerisch, wenn es um den Platz geht, auf dem gespielt werden  soll. Sie spielen nur ungern auf Plätzen, wo die Greens gerade neu gelocht wurden. Deshalb haben Platzwarte eine Reihe von Methoden entwickelt, um Golfspielern stets bestmöglich gepflegte Greens zur Verfügung zu stellen und jeden Ärger zu vermeiden.

Es gibt eine Reihe von Problemen, die sich zum Albtraum entwickeln können, wenn man nicht die richtigen Pflegetechniken beherrscht. Ein ganz wichtiger Aspekt ist beim Green die Drainage. Das wird leider oft übersehen, ist aber grundlegend für die Pflege, gerade in regenstarken Monaten.

Ein wirklich guter Golfplatz verschlingt etwa 60.000,- Euro nur für die Anlage eines Greens. Die Basis sollte aus einer verdichteten Schicht bestehen, um die Oberflächenstruktur zu gewährleisten. Die Drainage sollte aus einer Lage Feinschotter, Sand und PVC-Rohren, darüber einer Lage Sand mit Torf vermischt von etwa 30cm für die Rasenwurzelschicht. Die Rasensprenger sollten ebenfalls die Bunker benetzen können Eine teuere Anschaffung ist auch die Rasensode, in verschiedenen Qualitäten wird sie für das eigentliche Green, die Umgebung des Greens, aber auch für die Fairways benötigt.

Die aufwendige Arbeit und Pflege der Greens ist nichts für Golfclubbesitzer, die den Rasen vielleicht nur einmal in der Woche mähen würden. Der harte Part ist die Verhinderung von Problemen mit dem Rasen, aufmerksame Beobachtung und ein Handeln in weiser Voraussicht. Der Rasen sollte alle zwei, drei Tage geschnitten werden.  Neben dem regelmäßigen Mähen sind noch andere aufwendige Arbeiten notwendig, wie die Belüftung, die Düngung, Vertikutieren, Topdressing, sowie das Einbringung von Herbiziden, Fungiziden und/oder Pestiziden.  

Hier sind die Pflegen und die Intervalle aufgeführt, wenn ein Green auf lange Sicht im Topzustand bleiben soll:

Sprengung:  1 – 3 Tageinterval
Neulochung:  1 – 3 Tageinterval
Topdressing:  3 – 6 mal im Jahr
Aerifizieren:  Einmal im Jahr
Pestizide:   Nur wenn nötig
Herbizide:   Nur wenn nötig              
Fungizide:   Einmal im Monat
Düngung:  Einmal im Monat

Je Lage und Klimazone warden für einen Golfplatz als Grasarten die Sorten Bentgrass und Bermudagrass verwendet. In eher kühlen Regionen nimmt man Bentgrass, in tropischen Lagen mit extremem Sonneneinfluß eher Bermudagrass. Außerdem je nach Lage und Klimaregion eine Mischung der beiden Samensorten. In den  USA bevorzugen nur 22 % der Platzbesitzer Bermuda, 78% hingegen Bentgrass.

Golfplätze auf Hawaii benutzen 100% Bermudagrass, während man in Texas reines Bentgrass angesäht hat.

Es gibt auch  ein synthetisches Gras, das ist preiswerter, aber viele Golfer sind mit dieser
Idee gar nicht einverstanden.

Hier die Vor- und Nachteile:

Echte Bentgrasssoden:

1. Wartungs- und Pflegeaufwendig
2. Sehr viel attraktiver allerdings in der Pflege zeitaufwendig
3. Es kann umgelocht werden, aber der Locher ist eine weitere Investition
4. Wächst schneller an als Samen, muss allerdings regelmäßig gesprengt werden.

Synthetischer Rasen
             
1. Pflege ist nicht nötig, die Löcher können allerdings nicht umgesetzt werden und sind meistens aus einer permanenten Betonröhre
2. Beim Spiel mag das Grass noch echt erscheinen, aber ein Golfexperte erkennt sofort das künstliche Green.
3. Ist in der Anschaffung teurer als richtige Bentgrass-Soden, allerdings völlig witterungsbeständig
4. Sorglose Wartung aber das Anlegen ist mit Aufwand und hohe Kosten verbunden.